Einfachheit im Unternehmen


4 Fehler die Du als Unternehmer nicht begehen solltest!

Heute ist „Tag der Einfachheit“. Und mein Tipp ist: Macht es Euch nicht zu einfach – sonst wird es kompliziert!

Fehler 1) Verwechselt „Einfachheit“ nicht mit „Bequemlichkeit“!

Das was am Anfang „einfach“ erscheint ist in Wirklichkeit vielleicht lediglich „bequem“. Ich behaupte: Alles was anspruchsvoll aber dennoch einfach ist – war zuvor kompliziert.

Genau so ist es auch mit Ergebnis orientierter Unternehmensführung.

Dazu möchte ich Euch eine Geschichte aus meinen Leben erzählen.

Fehler 2) Einfach mal machen – ohne System!

In 2009 habe ich eine eigene Immobilienfirma gegründet. Die Idee dahinter, war ein großes Franchisesystem zu gründen, in dem sich andere Makler/ Einzelkämpfer anschließen können. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich bereits 20 Jahre Erfahrung im Unternehmertum und im Vertrieb, ein Marketingstudium und 4 Jahre Immobilienverkauf hinter mir. Ich war extrem motiviert und innerhalb von 6 Monaten war ein Kernteam von etwa 20 Mitarbeitern entstanden. Der Verkauf und die Vermietung liefen gut und die Weichen waren auf „Größe“ und die damit verbundene Akquise von externen Franchise Partnern gestellt.

Das Problem aber war: Ich hatte kein geschlossenes Management System um die Unternehmensbereich ausreichend kontrolliert zu führen. Es kam, wie es kommen musste. „Ärger an allen Ecken“.

Fehler 3) Verneinen der Belastung!

Der Krug geht so lange zum Brunnen, bis er bricht!

Etwa gleichzeitig erkrankte mein Vater schwer an Krebs. Ich war seine Vertrauensperson um seine Mentale Stärke auszubauen, da ich schon viele Jahre mit dem Studium verschiedener Techniken verbracht hatte. Da ich in dieser Zeit begann mich mit Quantenphysik zu beschäftigen war ich tatsächlich er Annahme, ich könnte ihn vielleicht retten. Parallel hatte ich die erste Operation in meinem Leben mit dem Ergebnis keine Kinder mehr zu bekommen, lebte noch auf einer halben Baustelle (wir waren im Begriff ein altes Haus zu sanieren in das wir schon zuvor einzogen), plante meine Hochzeit und versuchte meine nicht vorhandene Zeit sinnig einzuteilen.

 

Fehler 4) Ignorieren Deines Körpers!

Ich habe das „Unheil“ kommen sehen. Kein Schlafen mehr in der Nacht, permanente Angst vor den nächsten Entwicklungen. Schwindel, Augenzittern, Taube Arme und Finger, extreme Gleichgewichtsstörungen und andere körperliche Anzeichen die ich geflissentlich übersehen habe, weil mein Geist in meinen Zielen fixiert war.

Irgendwann kam der Tag an dem mich eine Freundin und Mitarbeiterin vor meiner Haustür liegend aufraffte um mich ins Krankenhaus zu bringen. Das war der Punkt an dem „Nichts mehr ging“. Ausgebrannt. Basta.

Mein Mann musste von 0 auf 100 einspringen um die Firma zu leiten. Ich musste mich am eigenen Kragen aus der Misere ziehen, weil ich keine Termine so kurzfristig bekam. Ich stieg erst einmal aus. Für etwa 3 Monate.

In dieser Zeit nutzte ich all mein Wissen über Psychologie um mich aus diesem Sumpf zu befreien.

ABER:

Ohne die Umstellung meiner gesamten Firmenführung, hätte sich die Überbelastung immer wieder eingestellt. Nur mit der Hilfe eines externen Unternehmensberaters war es mir möglich, meine Strukturen ganz klar zu erkennen, Sie zu benennen, zu fixieren, immer weiter auszubauen und zu verbessern.

 

Fehler 5) Die Erwartung „Morgen“ ist alles erledigt!

 

 

Am Anfang schienen die Aufgaben dahingehend nicht enden zu wollen. Es war als würde ich auf eine endlose Zahlenreihe von mathematischen Berechnungen schauen.

Mir war jedoch klar, dass dies der einzige Weg war erfolgreich weiter agieren zu können. Und so habe ich diese Arbeit „auf mich genommen“. Der gesamte Prozess hat etwa 1 Jahr gedauert. Ein Unternehmens System ist keine Punktlandung – es ist ein Weg! 

Als ich dann aber auf das Ergebnis meiner Strukturen gesehen habe, war schlagartige alles ganz einfach. Absolut logisch und sinnig.

Wie das Bild eines schönen in der Sonne glänzenden Motors einer Harley. Ein in sich geschlossenes wundervolles Bild.

Das ist Einfachheit – erst etwas kompliziert anmutend – im Anschluss aber völlig logisch.

In diesem Sinne:

  • Passt auf EUCH auf!

  • Passt auf Eure STRUKTUREN auf!

  • Und: Keep on Flowing!

Eure Claudia

P.S.: Die Firma hat Ihre Ausrichtung im Anschluss noch einmal komplett geändert. Wie schon erwähnt waren wir nun eine „Führungsspitze“ (mein damaliger Mann und ich). Wir waren sehr verschieden was unsere Ziele und Werte im Bezug auf die Firma anging. Der Franchise- und Vertriebsgedanke wurde eingestampft und die Firma wurde mit Hilfe der neuen Methoden in ein regional agierendes Unternehmen umgebaut. 

Ich brauchte dann etwa noch zwei Jahre um wieder vollständig belastbar zu sein

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